DEUTSCHLAND

Zum 01.01.2017 trat die Verpflichtung zur Verwendung einer GoBD-konformen Kasse in Kraft. Eine lange gewährte Übergangsfrist endete mit dem Jahreswechsel.

Ob Ihr verwendetes Kassensystem / Ihre Warenwirtschaft mit integrierter Kassenfunktion den GoBD Vorschriften entspricht, sollten Sie sich unbedingt von Ihrem Anbieter bestätigen lassen!

Tridata-Anwendung sind GoBD-konform. Gerne bestätigen wir unseren Anwendern dies mit einer GoBD-Konformitätsbescheinigung.

Das Bundesministerium der Finanzen hat mit dem Schreiben 2014/0353090 vom 14.11.2014 die bis dahin geltenden Vorschriften der GDPdU sowie der GoBS zusammengelegt, konkretisiert und ergänzt.

Stark verkürzt bedeutet das:

  • GoBD-Konformität ab 01.01.2015 (Grundsätze z. ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff)
    [vormals GDPdU i.V.m. GoBS]
  • Revisionssicher und manipulationssicher nach §§ 146 AO ff.;
    d.h. keine nachträglichen Änderungen an Rechnungen zulässig—wenn Änderungen, dann nur in Form von Gegenbelegen / automatischem Protokoll
  • Verdichtung der Daten — etwa in monatlichen „Z-Berichten“ und nur gedruckt vorliegende
    „Z-Streifen“/„Z-Bons“ als Tagesabschluss sind unzulässig; Umsätze müssen detailliert nachvollziehbar sein
  • Alle entstandenen Daten müssen jederzeit nach § 147 AO erreichbar, nachweisbar und von Finanzbehörden maschinell auswertbar sein

Erfüllt Ihre Kasse / ERP diese Voraussetzungen nicht, muss zum 01.01.2017 ein rechtskonformes System im Einsatz sein.

Hinweis zu der Angabe von Fristen, Verpflichtungen und der Verfahrenspraxis
Aufgrund zu Beginn dieser Neuerung unzureichender Verwaltungspraxis, wurde eine zuerst nur für wenige Ausnahmefälle zulässige Übergangsfrist für das Jahr 2016 pauschal für alle Betroffenen akzeptiert.
Allerdings haben die Finanzbehörden laut fachkundigen Aussagen an verschiedenen Stellen auch für 2016 bereits den Anspruch für GoBD-Konformität geäußert (Vergleichen Sie bspw. GoBD relevante DATEV-Erläuterungen zu Bereichen außerhalb von Kassenanwendungen, die die GoBD-Pflicht bereits für Veranlagungszeiträume ab 31.12.2014 formulieren.) Widersprüchliche Aussagen seitens verschiedener Anbieter für Verkaufssysteme und auch zwischen Steuerberatern gegenüber Ihren Mandaten, führen zu einer spürbaren Unsicherheit, die diesen bereits seit Jahren andauernden Prozess begleiten.
Gibt es tatsächlich Ausnahmen? Wie lange und mit welchen Hürden werden diese gewährt?  Was muss eine GoBD konforme Kasse an Daten liefern?

Lassen Sie sich nicht verwirren! Grundsätzlich sollte immer bedacht werden:
Die Vorschriften werden gemacht, um mehr Steuereinnahmen zu generieren oder auch um Grauzonen zu schließen, ganz gleich wie das jeder Einzelne beurteilt. Damit einhergehend wird von entsprechenden Prüfungen in den kommenden Jahren auszugehen sein – ein Blick mit offenen Augen zeigt längst – der Trend geht hin zu mehr und strengeren Prüfungen. Es ist daher empfehlenswert, nicht nach Sonderregelungen zu suchen oder sogar „Panikmache“ zu vermuten, sondern das Geschäft mit einem entsprechenden GoBD-konformen System auszustatten, um auch für den am weitesten zurückliegenden Veranlagungszeitraum (mit vielleicht doch bereits möglicher GoBD-Pflicht), konforme Daten zur Verfügung stellen zu können. Nichts anderes empfahl auch der ehemalige Datev-Vorstandsvorsitzende Dieter Kempf als „Branchen“-Kenner, dessen Aussagen in einem Interview zum ursprünglich durch den Gesetzgeber genannten Datum 01.01.2016 für den verpflichtenden Einsatz eines GoBD-konformen Systems korrekt wiedergegeben werden.
Auch manche Steuerberatungskanzleien weisen ausdrücklich auf diese nachträgliche Verlängerung hin, die der Verwaltungspraxis geschuldet ist und keinen Anlass für ein Nichttätigwerden begründen dürften.

Sprechen Sie daher unbedingt mit Ihrer Steuerberatung!

Findet eine Prüfung statt und es stellt sich heraus, dass für den Geltungszeitraum der GoBD ohne Ausnahmeregelung ein nicht konformes System verwendet wurde, drohen ggf. Strafzahlungen sowie die Verwerfung Ihrer kompletten Buchhaltung mit Folge einer Steuerschätzung (vgl. §162 AO http://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__162.html). Die äußerst unbefriedigende Informationspolitik wird erst noch aufzeigen müssen, wie bei zukünftigen Prüfungen mit dem Jahr 2016 ohne GoBD-konforme Verkaufslösung vorgegangen wird.

Diese Informationen haben weder Anspruch auf Vollständigkeit und Aktualität, noch stellen sie eine rechtlich verbindliche Aussage dar.

Reagieren Sie rechtzeitig!
Tridata löst diese Aufgabe mit Ihnen!

Als Anwender einer Tridata Softwarelösung müssen Sie nichts tun.
Sämtliche Tridata-Versionen entsprechen den jeweiligen Vorschriften und sind vorbereitet auf bereits weitere angekündigte gesetzliche Kassenvorschriften.

Tridata ist konform und wird auch weiterhin alle zukünftigen GoBD Gesetzesvorgaben für Deutschland implementieren!

Ist ein Wechsel notwendig, begleitet Sie Tridata gerne bei der Umstellung auf eine Tridata Kassen- oder Warenwirtschaftsversion.

Lesen Sie beispielsweise unter diesen ausgewählten Links weiter, die (ohne das BMF) aus der Praxis kommentieren / berichten:

Schreiben des BMF zur GoBD vom 14.11.2014

Datev Informationen zur GoBD

Hinweise zur gläsernen Kasse bei: Freund & Partner GmbH Steuerberatungsgesellschaft

Der Handel Onlineausgabe mit Artikel vom 11.07.2015

Tridata GoBD Infoblatt

 

 

ÖSTERREICH

Zum Jahreswechsel 2017 ist in Österreich ist die neue Registrierkassenpflicht (final zum  01.04.2017) in Kraft getreten.

Tridata ist „A-Trust“ Partner (einer der zertifizierten Verschlüsselungshersteller in Österreich).

Sowohl das Verschlüsselungsterminal als auch die Verschlüsselungskarte können Sie direkt bei Tridata beziehen:
Nach der Händlerregistrierung beim Bundesfinanzministerium, muss die Leseeinrichtung innerhalb der Tridata-Software authentifiziert werden und die daraus resultierenden Daten an die Finanzbehörde übermittelt werden.